| Home | Festival | Veranstaltungen | Lageplan | Impressum | Newsletter | |||
|
06.09.03 Ausstellungseröffnung Toralf Zeh Der Affe und Ich präsentiert
vom KulturForum* |
|||
| Der Künstler Toralf Zeh wurde am 14.09.1973 in Lutherstadt Wittenberg geboren. Er lebt seit dem Jahr 2000 in Lacoma bei Cottbus, wo er seit 2001 freischaffend als Künstler tätig ist. Seine Arbeiten und Themen sind geprägt durch das Studium der Völkerkunde und Religionswissenschaft, bei dem er sich unter anderem mit der Kunst der Naturvölker und den Religionen der Welt auseinandersetzen konnte. Schon während seines Studiums in Leipzig begann er sein Suchen in Bildern auszudrücken. Die in Art und Weise der Aboriginals Punktmalerei gefertigten Bildern, werden in der Ausstellung zu sehen sein.In Lacoma beschäftigte er sich mehr und mehr mit dem Werkstoff Holz, den auch schon die alten Naturkulturen als unentbehrlichen Rohstoff kannten. Da Holz ein, im Gegensatz zu Stein, ein schnell verrottender Stoff ist, sind bis auf wenige Ausnahmen (konservierte Moorfunde) nur Originale der letzen 4 bis 5 Jh. erhalten. Aus älteren Kulturen kennt man nur Metallene und Steinerne Artefakte. Bei einigen Stämmen Papua-Neuginea (Asmat) existiert eine ausgeprägte Musterkontinuität. Die über Generationen weitergegebenen Reliefanordnungen werden immer wieder angefertigt. Sie Versinnbildlichen Begebenheiten aus der Vergangenheit, Die in dieser Weise schriftlos überliefert werden. So haben die Totempfähle der Nordwestküstenindianer der USA und Kanadas immer ein konkrete Geschichte zu erzählen, in der die dargestellten Wesen (Menschen, Geister, Tiere) eine Rolle spielen. Die gezeigten Schnitzarbeiten versinnbildlichen bestimmte Charaktere und Geschichten, deren Bedeutung schon in Urzeiten bekannt war. Sie könne daher als Masken bezeichnet werden. Der Verschlinger zum Beispiel drückt die Lebensweise des Tiefseekalamares aus, über seinen furchterregenden Schlund die Umwelt wahrnimmt. All das, was er wahrnehmen will, wird verschlungen. Aus den Sagen ist dieser Charakter als Meeresungeheuer bekannt (Leviatan). In der Rauminstallation steht im Kontrea gegenüber der Held, der in den Drachentötersagen beschrieben wird. Alle Masken haben Bezüge auf das Menschliche Denken, das solche Geschichten hervorbringt. In Mitten dieser Masken befindet sich der Affe, welcher als Gefangener seiner Selbst, den Kämpfen 8nd Auseinandersetzungen seines eigenen Ichs schonungslos ausgeliefert ist. Eine Lösung des Konflikt scheint es nicht zu geben. Die Rauminstallation versucht dieses Problem des inneren Kampfes darzustellen und, um Anstoß zu geben, sich mit seinem Selbst zu versöhnen und sich so anzunehmen wie man ist.
|
|||