Nach einer längeren kreativen Pause meldet sich der Cottbuser Künstler Sven Pfennig mit neuen Arbeiten zurück in der Galerie Fango. Der eigentlich für Malerei und Grafik bekannte Künstler beschreitet hier neue Wege in Form von Fotografien (Lichtbildern) die im engen Sinne eigentlich keine sind. Dem Experiment vorausgegangen war die grundlegende Frage, worauf es bei der Kunst bzw. dem künstlerischen Schaffen eigentlich ankommt- Auf was kommt es im Grunde genommen an? Was ist wichtig? Was ist dem Künstler wichtig? In der heutigen Kunstwelt bedeutet das vor allem: größer, bunter provokanter - brüllende Fragen - kreischende Antworten. Zur Verdeutlichung seiner Haltung dazu, beschloss Pfennig den weitgehenden Entzug des Kunstdogmas der Kreativität und Originalität, indem Fundstücke unter möglichst geringer künstlerische Einflussnahme abgelichtet wurden. Er begann sich den kleinen, unscheinbaren Dingen zu widmen und sie mit Hilfe eines Scanners abzulichten. Pfennig führt damit das Unbedeutende, Leise, Weggeworfene vor Auge und lässt uns darin Welten und Inhalte entdecken, die unsichtbar und unhörbar für die meisten von uns sind - weil sie hinter rauschend grauen Welten, bunter und lauter Banalitäten zurückfallen. Ihre graue Unscheinbarkeit enthüllt erst durch unsere Aufmerksamkeit und Konzentration eine dunkle wie schillernde Poesie.